2016
Bauphase, Eröffnung und inbetriebnahme

Zwischen Januar 2016 und Oktober 2016 erfolgte nun der dritte Bauabschnitt. Das Hauptgebäude war der Bau einer Poliklinik (Dispensaire) mit weiteren Funktionseinheiten. Die folgenden Räumlichkeiten wurden hierbei errichtet und fertiggestellt.

  • Poliklinik für ambulante Versorgung (Dispensaire) mit Solaranlage
  • Latrine
  • Verbrennungsanlage
  • Technikgebäude

Die einzelnen Gebäude sollen nun kurz erläutert werden.

1. Poliklinik (Dispensaire)

Über eine Gesamtfläche von 220 m2 stellt das Dispensaire das Kerngebäude dieser Bauphase dar. Der Zweck des Gebäudes liegt in der ambulanten Versorgung der Patientin, welche nicht fachgebunden ist (Poliklinik). Die Räumlichkeiten sehen hierfür insbesondere vor: die Konsultation von Patientin, die Durchführung von kleinen chirurgischen Eingriffen sowie die Wundversorgung mit ggf. anschließender Überwachung der Patientin und die Versorgung mit Medikamenten und medizinischen Utensilien wie Verbandsmaterial etc. Das Gebäude besteht aus 10 Räumen bzw. Einheiten: einem Eingangsbereich mit einer zentralen Wartehalle, welche jeweils mit eingearbeiteten Bänken versehen sind, einem großen Raum zur Durchführung der operativen Eingriffe, einem daran angeschlossenen Aufwachraum bzw. Überwachungsraum, einem Verbandsraum, einem Sprech- und Untersuchungsraum, einem Besprechungsraum für die Mitarbeiter, einem Büro, einer kleinen Apotheke, welche ebenso von außen zugänglich ist, 2 Toiletten sowie einer Terrasse. Jeder Raum verfügt über einen bzw. teilweise mehrere Ventilatoren, ebenso ist die Stromversorgung und die elektrische Installation erfolgt. Zur nachhaltigen Nutzung wurde zudem eine Solaranlage auf dem Dach installiert. Durch diese ist die Stromversorgung für die Licht und die Ventilatoren gewährleistet. Darüber hinaus sind 2 Toiletten angeschlossen, ebenso verfügen die entsprechenden Räume über Waschbecken mit Wasser- und Abwasseranschluss.

2. Latrinen

In diesem separaten Gebäude befinden sich 2 Toiletten mit einer Dusche. Die sanitären Anlagen sind benutzungsfertig installiert, der Wasseranschluss mit Abwasseranschluss ist eingerichtet.

3. Technikgebäude

Am Rand des Geländes wurde ein Technikgebäude errichtet, welches ebenso für die Beherbergung eines Generators vorgesehen ist. Dieses Gebäude beinhaltet eine Fläche von 49,8 m2.

4. Verbrennungsanlage

Zur Beseitigung von infektiösem und kontaminiertem Material und Gebrauchsgegenstände wurde eine Verbrennungsanlage den hierfür vorgesehenen Standards entsprechend gebaut, welche sich ebenso am Rande des Geländes befindet.

Sämtliche Gebäude und Räumlichkeiten sind in einem bezugsfertigen Zustand an Vertreter des Gesundheitsministerium übergeben worden und in Anwesenheit mehrerer Vertreter unseres Vereins am 08.11.2016 feierlich eingeweiht worden.

Baustelle kurz vor Fertigstellung.

Dispensaire/
Krankenstation

Von Seiten des Gesundheitsministeriums wird das Pflegepersonal als auch die Innenausstattung bereitgestellt.

2015
Burkinischen Gäste in Bruchsal

Im Mai 2015 durften wir unsere burkinischen Gäste M. Olivier Conombo, den Bauunternehmer und Projektleiter der Klinik in Ouagadougou, sowie den Architekten M. Pierre Dakissaga in Bruchsal begrüßen. In der Woche vom 11. bis 17. Mai nutzten wir die Zeit intensiv um weitere Meilensteine in der Planung des Klinikbaus mit unserem kooperierenden Architekten Prof. Schmieg, Spezialist für Gesundheitsbauten, zu setzen.
Die Kernaspekte waren hierbei:
- die Anordnung der Gebäude auf dem Terrain
- die technische Ausgestaltung der Gebäude
- die Notwendigkeit eines Aufnahmegebäudes zur Vor- und Nachuntersuchung
- die Prioritäten der Bauarbeiten:
1. Einebnung des Geländes und Anlegen der Straßen
2. Fertigstellung des OP-Gebäudes
3. In Angriffnahme des Bettentraktes und der Aufnahmestation nach Genehmigung durch die BMZ (Bundeszentrale für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), parallel dazu der Ausbau der Infrastruktur die für Strom- und Wasserversorgung sowie die Einrichtungen für die Angehörigen.
Erfreulicherweise erwies sich die Zusammenkunft als äußert effektiv und erfolgreich. Als Beleg hierfür dürfen wir M. Dakissaga zitieren, der auf Grund gesundheitlicher Probleme seiner Vorgängerin die Bauplanung erst im Verlauf übernahm und auf dem Rückweg von Prof. Schmiegs Büro freudig verkündete: „Jetzt bin ich erst richtig im Projekt angekommen“. Wenngleich dies das Herzstück der Woche darstellte, boten sich zahlreiche Gelegenheiten um die deutsch-burkinische Freundschaft zu vertiefen und den gegenseitigen Austausch zu fördern. Neben schönen Stunden mit kulinarischen Köstlichkeiten unserer badischen Heimat hatten M. Conombo und M. Dakissaga die Möglichkeit, sowohl Einblick in die Räumlichkeiten der Frauenklinik Bruchsal zu erhalten als auch Stadt und Umgebung besser kennen zu lernen. Einen weiteren Höhepunkt stellte das Treffen mit vielen Unterstützern und engagierten Mitgliedern von Menschen für Frauen e.V. an Christi Himmelfahrt im Weltladen Bruchsal dar. Nach begrüßenden Worten von Prof. Jürgen Wacker, dem ersten Vorstand von Menschen für Frauen e.V. stellte Rainer Brandenburger, der erste Vorsitzende von EineWelt-Partnerschaft Bruchsal e.V. die FAIR TRADE INITIATIVE BRUCHSAL vor. Anschließend erhielten die Anwesenden als kleine Anerkennung für deren großartiges Engagement frische Mangos, welche unter burkinischer Sonne reiften und von unseren Gästen mitgebracht wurden.

Unsere burkinischen Gäste M. Olivier Conombo, den Bauunternehmer und Projektleiter der Klinik in Ouagadougou, sowie den Architekten M. Pierre Dakissaga und Prof. Jürgen Wacker, dem ersten Vorstand von Menschen für Frauen e.V. und Rainer Brandenburger von der EineWelt-Partnerschaft Bruchsal.

Stein für Stein

Planung des Klinikbaus mit unserem kooperierenden Architekten Prof. Schmieg aus Karlsruhe

2014
Visite in Ouagadougou

Afrika ist nicht Deutschland! Alles dauert länger, wie geplant! Eine politsch unruhige Lage in Burkina Faso hat das gesamte Bauvorhaben ins Stocken gebracht.
Der versprochene Infrastrukturausbau des Stadtviertels geht sehr schleppend voran. Was zur Folge hat, dass z.B. die Strom und Wasseranbindungen an das Grundstück sehr lange dauerten. Die Planierung des Zugangsweges bis zur asphaltierten Hauptstrasse läßt auf sich warten. Unsere Architektin konnte aus persönlichen Gründen die weitere Planung des Krankenhauses und insbesondere des Operationsgebäudes und der Bettenstation nicht weiterführen. Sie hatte aber die Planung und Fertigstellung des Centre de la Formation zu Ende gebracht. Momentan gibt es konstruktive Gespräche mit neuen Vor-Ort Architekten. Prof. Jürgen Wacker war zusammen mit Dr. N'Diaye Ende Juli in Burkina Faso und sprachen mit verschiedenen Amtsträgern. Der stark wachsende neue Stadtteil ist medizinisch noch unterversorgt. Das Gesundheitsministerium von Burkina Faso ist deshalb sehr an dem Ausbau der Frauenklinik interessiert und hat seine Unterstützung bekundet. Ein weiterer Besuch ist für Mitte November 2014 geplant. Dort sollen neue Verträge unterschrieben werden. Wir sind sehr zuversichtlich, dass danach schnell weitergebaut werden kann.

Visite in Ouagadougou

Ouagadougou im Secteur 22

Der stark wachsende neue Stadtteil ist medizinisch noch unterversorgt. Das Gesundheitsministerium von Burkina Faso ist deshalb sehr an dem Ausbau der Frauenklinik interessiert und hat seine Unterstützung bekundet.

Lesung auf französisch "Isaaks Schwestern"

Lesung bei der Einweihungsfeier des "Zentrums der Hoffnung und der Würde" "Centre de Formation".

Ein Zentrum der Hoffung und der Würde 2012

Botschafterin Burkina Faso
Gäste der Einweihungsfeier.
Die Trommeln verkünden: Der erste Bauabschnitt wird eingeweiht!

2012
Einweihungsfeier des ersten Bauabschnittes

Ein Zentrum der Hoffung und der Würde

Die Schülerinnen einer Hebammenschule aus Ouagadougou stehen am Eingang des Klinikgeländes Spalier. Immer mehr Menschen strömen durch den Gang und werden mit freundlichem Klatschen und bezauberndem Lächeln begrüßt, - Abgesandte des Königs, der Botschaften, der Bürgermeister des Quartiers, Vertreter verschiedener humanitärer Organisationen.
Unzählige Kinder springen durch die Menge und ringen um Beachtung und kleine "Geschenke". Frauen mit Kindern auf dem Rücken und an den Händen füllen den geschmückten Vorplatz des "Centre de Formation", auf dem bald die ersten Reden zur Einweihung gehalten werden sollen. Sie tragen ihre schönsten bunten Kleider und in ihren Gesichtern zeigt sich das Bewusstsein, dass dieser Ort hier der ihre ist und dass es hier um sie geht, um ihr Recht auf Unversehrtheit und Mutterschaft ohne Lebensbedrohung - ein Zentrum der Hoffnung und der Würde der Frauen.

Ouagadougou, 04. April 2012

Neben der Stele, dem Symbol der Klinik, die eine schwangere Frau mit Kind darstellt, hängt eine schön bedruckte Batik zwischen den Flaggen Burkinas und Deutschlands. Darauf leuchten in drei Sprachen die Prinzipien, auf die diese deutsch-burkinische Freundschaft baut:

  • Respekt
  • Würde
  • Freiheit
  • Recht auf menschliche Grundbedürfnisse
  • Menschenrechte
  • Recht auf Erziehung
  • Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen
  • verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen
  • Kampf gegen Beschneidung
  • fairer Handel

Rede Prof. Dr. Wacker:

Jeudi, le 28. octobre 2010

Sehr geehrter Vertreter des Mogho Naaba, liebe Freunde und ehemalige Mitarbeiter des Bloc operatoire des CHR von Dori, liebe Frau Dr. Eva Neuhaus (Leiterin der GTZ in Ouaga), liebe Eva, liebe Judith Lindert, liebe Freunde und Wegefährten unseres Vereines Menschen für Frauen, sehr geehrter Herr Olivier Conombo, sehr geehrte Frau und sehr geehrter Herr Schmidt, liebe Einwohner des Secteur 22 von Ouagadougou, liebe Nachbarn unseres Grundstückes,

Zunächst Ihnen, sehr geehrter Herr Conombo, vielen Dank dafür, dass Sie gestern zusammen mit ihren Mitarbeitern die Voraussetzungen geschaffen haben, dass wir uns heute hier treffen können.

Als ich im März 1988 zusammen mit meiner Familie Dori verließ, nachdem ich dort 2 Jahre ununterbrochen als Entwicklungshelfer gearbeitet hatte, versprach ich wieder zu kommen. Ein weiteres Versprechen von mir ist der mittelbare Grund, dass wir heute hier sind. Als Entwicklungshelfer wurde ich von Thomas Sankara überzeugt, dass Bestechlichkeit und Unredlichkeit nicht nur den Menschen sondern auch die menschliche Gemeinschaft zerstören. Als im letzten Jahr eine Fortsetzung unserer bisherigen, 23 Jahren dauernden Zusammenarbeit mit dem CHR Dori unter Einhalt dieser Prinzipien nicht möglich war, wollte ich meine Tätigkeit in Burkina Faso beenden. Wie Sie alle wissen, hörte der Mogho Naaba diese Worte und übertrug uns die Nutzung dieses schönen und großen Grundstückes.

Hier weiterlesen im PDF Download: Rede Grundsteinlegung Deutsch/französisch Ceremonieprempierre.pdf

Feierliche Grundsteinlegung mit dem König der Mossi, Mogho Naaba und Jürgen Wacker (mitte)

Ceremonie de pose de la premiere pierre 2010

Aujourd’hui nous posant la première pierre d’une clinique pour le traitement des lacerations après accouchement. Pour cela nous suivons une idée, carrément un idéal de l’humanité, d’aider de facon altruiste. Nous ne voulons pas placer pierre sur pierre pour élever un monument maiss aux maîtres d’oevre et architectes mais nous voulons rendre service aux femmes malades et créer une auberge pour la formation, l’éducation et l’echanchement intellectuel.

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wie alles begann

Prof. Dr. Jürgen Wacker lebte viele Jahre mit seiner Familie in Dori im Sahel von Burkina Faso. Er arbeitete dort als Entwicklungshelfer des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) von Januar 1986 bis März 1988 und war Leiter des Bloc operatoire und der Maternité des Centre Hospitalier Régionale (CHR).
Nachdem er wieder nach Deutschland zurückgekehrt war, hielt er weiterhin diesem armen Land die Treue und besuchte Dori regelmäßig im jährlichen Turnus, um dort die Dorfhebammen fortzubilden und Workshops zur Behandlung von bleibenden Geburtsverletzungen wie Blasenscheidenfisteln, Gebärmuttervorfall, ausgedehnten Dammverletzungen etc. anzubieten und dringende oder komplizierte Fälle vor Ort auch zu behandeln.

Bei einem dieser Besuche im Oktober 2009 versprach König Mogho Naaba, Stammesoberhaupt einer der größten Ethnien des Landes, der Mossi, unserem Verein „Menschen für Frauen e.V.“ Land für den Bau einer Fistelklinik zu geben. Am 25. Mai 2010 wurde dieses Versprechen eingelöst und unser Verein erhielt ein 1,1 Hektar großes Stück Land zur Errichtung der geplanten Klinik im Secteur 22 im Stadtgebiet von Ouagadougou.

Am 26.05.2010 wurde der Plan des Grundstückes im zuständigen Ministerium in Ouagadougou und bei der zuständigen Stadtverwaltung eingereicht. Außerdem wird das Projekt vom Ministerium für Gesundheit (Secretaire Génerale: Prof. Traore) unterstützt und befürwortet.

In Gesprächen mit dem Direktor der Univ.-Frauenklinik (Prof. Dr. Jean Lankoandé) und ehemaligen Mitarbeitern des CHR Dori wurden Lösungen zur Durchführung der Operationen während des Baus der Klinik und Vereinbarungen zur Beschäftigung von burkinischen Mitarbeitern nach Eröffnung der Klinik getroffen.

Die Mitglieder des Vereines Menschen für Frauen werden sich weiter aktiv im Rahmen ihrer bisherigen Einsätze an der praktischen, klinischen Arbeit in Burkina Faso beteiligen. Dabei werden sich einzelne Kollegen länger als es bisher möglich war in Burkina Faso aufhalten und dort arbeiten können.

hospital
König der Mossi, Mogho Naaba und Jürgen Wacker

2010
Grundsteinlegung

Bei einem dieser Besuche im Oktober 2009 versprach König Mogho Naaba, Stammesoberhaupt einer der größten Ethnien des Landes, der Mossi, unserem Verein „Menschen für Frauen e.V.“ Land für den Bau einer Fistelklinik zu geben. Am 25. Mai 2010 wurde dieses Versprechen eingelöst und unser Verein erhielt ein 1,1 Hektar großes Stück Land zur Errichtung der geplanten Klinik im Secteur 22 im Stadtgebiet von Ouagadougou. Im Oktober 2010 fand die feierliche Grundsteinlegung statt.

OP Workshops

Operative Behandlung von Geburtsverletzungen, wie

  • Blasen- und Darmscheidenfisteln
  • Senkung und/oder Vorfall der Gebärmutter
  • narbigen Veränderungen nach Rissen von Damm, Beckenboden, Scheide und bei vorausgegangener Genitalverstümmelung

Fortbildung von Ärzten, Hebammen und Dorfhebammen durch:

  • Operative Workshops
  • Vorträge
  • Ärztliche Weiterbildung an deutschen und afrikanischen Kliniken
  • Seminare für Hebammen und Dorfhebammen
OP Workshop in Ouagadougou

Burkina Faso

Land des aufrichtigen Menschen

Burkina Faso, übersetzt Land des aufrichtigen Menschen, ist ein westafrikanischer Staat, der südlich des Nigerbogens liegt und an Mali, Niger, Benin, Togo, Ghana sowie an die Elfenbeinküste grenzt.

Hauptstadt: Ouagadougou
Einwohner: ca. 20 Millionen
Mittl. Lebenserwartung: 59 Jahre
Analpahbetenrate: ca. 70%
Human Development Index: Platz 181 von 187

Links:

DEUTSCH-BURKINISCHE FREUNDSCHAFTS-GESELLSCHAFT: http://www.dbfg.de

BMZ: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

GIZ: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

WHO: World Health Organization

WeltRisikoBericht: Weltrisikobericht.entwicklung-hilft.de

Deutsche Botschaft in Ouagadougou: Deutsche Botschaft in Ouagadougou

Wetter in Ouagadougou: wetter-ouagadougou

Burkina Faso, Ouagadougou

Geburtsfisteln

Warum können wir helfen

Die ländlichen Regionen Afrikas haben die schlechteste medizinische Versorgung weltweit, insbesondere die Gesundheitsversorgung von Schwangeren und Müttern lässt überall in Afrika zu wünschen übrig. In Burkina Faso entbinden durch staatliche Unterstützung zwar immer mehr Frauen in Krankenhäusern. Leider gibt es nur wenige und schlecht ausgestattete Krankenhäuser und oft fehlen Hebammen und Ärzte.

Geburtsverletzungen machen junge Frauen zu Ausgestoßenen

Ist bei einer Geburt der Fötus zu groß für den Geburtskanal, so presst der kindliche Kopf in tagelangen Wehen und mit großer Kraft gegen das umliegende mütterliche Gewebe und drückt dieses gegen die Knochen. Die Blutversorgung in das umgebende mütterliche Gewebe wird unterbrochen, dieses stirbt ab. Nach Tagen kommt es in den meisten Fällen zu einer Totgeburt. 30-40% der Mütter sterben während einer solchen Geburt, überlebt aber die Mutter, bleibt sie schwer verletzt. Das geschädigte Gewebe kann nicht vom Körper wiederhergestellt werden, es entsteht eine bleibende Öffnung zwischen Blase und Scheide, manchmal aber auch zum Enddarm. Die betroffenen Frauen leiden für den Rest ihres Lebens an schwerster Inkontinenz.

Aicha, ehemalige Fistelpatientin, kehrt 14 Tage nach Entfernen des
Blasenkatheters geheilt nach Hause zurück.

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